Ist mein Smartphone mein Gott!?

ist mein Smartphone mein Gott

ist mein Smartphone mein Gott

Besitzt du ein Smartphone? Seit wann? Wie viel Zeit verbringst du täglich damit? Und für welche Inhalte? Wie hat dieses Multifunktionsgerät deinen Alltag inzwischen beeinflusst und verändert?

Lassen wir für einen Moment diese Fragen und widmen uns der Perspektive von Gottes „Grundgesetz“, den zehn Geboten. Es hält wichtige Überlegungen bereit.

Vorab will ich betont haben: Wie froh bin ich um den ersten Satz, die Einleitungsformel der zehn Gebote! Dort wird uns nämlich in Erinnerung gerufen, dass der wirkliche Antrieb, um seine Gebote zu halten, erst durch die Erlösung ermöglicht wird. Der starke Gott hat sein Volk aus dem „Sklavenhaus Ägyptens“ erlöst. Für unser Thema heißt dies: Erst die Erlösung durch Jesus öffnet uns die Augen für die wahren Prioritäten und den wichtigsten Schatz unseres Lebens. Der Heilige Geist gibt uns die Kraft, damit die Nadel unseres inneren Kompasses an den richtigen Ort zeigt und nicht mehr vom „Magnetismus“ der neuen Medien überstrahlt wird. Ich muss dich sicherlich nicht erst davon überzeugen, dass dies heute und morgen ein Ringen bleiben wird.

1. Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir.

Die Studienergebnisse sind erschreckend. Bereits Grundschüler verbringen täglich Stunden mit neuen Medien. Diese Beschäftigung stellt eine eigentliche Knechtschaft dar. Sie verrät etwas über die Prioritäten: Wer täglich mehrere Stunden online ist, der muss sich die Frage gefallen lassen: Ist es dein Gott geworden? Eine ehrliche Antwort ist ein erster Schritt hin zu einer Änderung!

2. Du sollst dir kein Bild von mir machen.

Bilder, am besten bewegte Bilder, versüßen den harten Alltag. Man kann sie an jedem Ort anschauen. Sie stimulieren unser Gehirn, das sich an die Reize gewöhnt. Damit beginnt dieses Gefühl Teil unseres Lebens zu werden. Dadurch bestimmt es auch unsere Vorstellung von Gott: Er muss unmittelbar verfügbar sein. Wir wollen unterhalten werden. Doch diese Bilder versperren uns den Zugang zum wahren Gott.

3. Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen.

Obszöne Worte, Witze und Szenen durchsetzen die Facebook- und Youtube-Landschaft. Wie gern reicht man das Handy weiter, um die Kollegen an der Szene teilhaben zu lassen und darüber zu lachen. Doch dies geschieht oft auf Kosten des herrlichsten aller Namen. Diese dreckige Spur verseucht unseren Umgang mit ihm, ja noch mehr: Es entehrt seinen Namen.

4. Du sollst jeden siebten Tag ausruhen.

Wir sind Tag und Nacht online. Zu jeder Zeit erreichen uns SMS, die beantwortet werden müssen. Gott ordnete an, jeden siebten Tag Einheimische, Ausländer und Tiere gleichermassen ausruhen zu lassen. Er hatte dafür den Tages-/Nachtrhythmus und insbesondere auch den Sabbat eingerichtet. Unser Körper – dazu gehört auch unser Gehirn – muss sich erholen können von den endlosen Reizen.

5. Du sollst deine Eltern ehren.

Die neuen Medien trennen uns von realen Kontakten. Das macht sich am deutlichsten in der Familie spürbar. Wir sind geistig abwesend. Wir überhören die Signale unserer Nächsten. Wir ziehen uns in die Ecken und in unsere Zimmer zurück. Diese Zeit fehlt uns für den Austausch in der Familie.

6. Du sollst die Ehe nicht brechen.

Pornografische Inhalte machen einen großen Teil des Umsatzes und der Datenmenge der neuen Medien aus. Wir können uns den Spaß per Knopfdruck holen. Doch auch hier fehlt der verbindliche Rahmen und das wirkliche Gegenüber. Sexualität wird erst dann erfüllend, wenn sie in einem verbindlichen Rahmen der Treue und in Hingabe gegenüber dem Ehepartner gelebt wird.

7. Du sollt nicht töten.

Experten streiten sich darüber, welche Auswirkung die Beschäftigung mit Gewalt hat. Jeder Jugendliche sieht, bis er erwachsen ist, zig Tausende von Gewalttaten online. Jesus legt dieses Gebot in der Bergpredigt aus und zeigt den Sinn auf: Jeder, der Hassgedanken gegen seinen Nächsten hegt, ist am Tötungsverbot schuldig geworden.

8. Du sollst nicht stehlen.

Das Netz macht’s möglich: Man kann gute Inhalte klauen und sich damit eine Menge Denkarbeit sparen. Doch halt: Wäre nicht genau diese Arbeit wichtig für die Entwicklung der Fähigkeiten, die Gott geschenkt hat?

9. Du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten verbreiten.

Cybermobbing gehört zum Alltag von Jugendlichen. Über das Netz sind im Nu Lügen weitergeleitet und geteilt. Es spielt gar nicht mehr so eine Rolle, ob die Anschuldigungen berechtigt sind. Wer seinen Frust nach Feierabend online loswerden will, der findet rasch Kollegen.

10. Du sollst nicht begehren, was der Nächste hat.

Shopping, shopping, shopping. Auch dieser Zugang vereinfacht sich durch die neuen Medien. Neue Kleider und Gadgets lassen sich bequem heimliefern. Das Rezept hierfür lautet: Lass dich gelüsten von dem, was deine Vergleichsgruppe angeschafft hat.

Die neuen Medien stellen einen Hauptstörfaktor in unserem Heiligungsprozess dar. Eigentlich beginnt alles beim ersten bzw. beim letzten Gebot: Gott reklamiert den ersten Platz in unserem Leben. Unser Herz begehrt jedoch nach zweitklassigem Ersatz. Durch das Brechen dieser Gebote machen wir uns an Gott und an unserem Nächsten schuldig. Dadurch wird klar, was Gott mit den Zehn Geboten beabsichtigte: Er wollte die Beziehung zu ihm und zueinander schützen.

Wie wäre es, wenn ein Umgang mit Social Media, der sich an den Zehn Geboten orientiert, in unseren Gemeinden, unseren Jugendkreisen und unseren Familie regelmässig auf der Diskussions- und Gebetsliste stehen würde?

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Text von Josiablog (http://http://www.josiablog.de/2014/09/144-sms-zwei-stunden/) zur Verfügung gestellt. 

Bild: http://www.n-tv.de/wissen/Koennen-Smartphones-suechtig-machen-article12729871.html

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