Licht für den Weg – 20. April – Gnade

20. April
»Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken, sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.«
Römer 11,6

Wenn jemand früh in seinem Leben als Christ in der Lehre von der Gnade klar gegründet wird, so erspart er sich dadurch eine Unmenge von Problemen im späteren Leben. Es ist so wichtig und grundlegend, zu verstehen, dass die Errettung eine freie Gabe der Gnade Gottes ist und dass sie solchen geschenkt wird, die sie nicht nur unverdient empfangen, sondern eigentlich das genaue Gegenteil verdient hätten. Es gibt nichts Verdienstvolles, das jemand tun oder werden könnte, um sich dadurch ewiges Leben zu verdienen. Es wird jenen geschenkt, die jeden Gedanken an
eigenen Verdienst aufgegeben haben und sich ausschließlich und ganz auf den Verdienst des Erlösers stützen.

Wenn wir einmal erkannt haben, dass Errettung ausschließlich und völlig aus Gnade ist, dann können wir auch völlige Gewissheit haben. Wir können wissen, dass wir errettet sind. Wenn die Errettung auch nur zu einem winzigen Teil von uns selbst und unseren armseligen Leistungen abhinge, dann wären wir ihrer niemals gewiss.
Wir wüssten nie, ob wir genügend oder die richtigen guten Werke getan hätten. Aber wenn sie ausschließlich vom Werk Christi abhängt, dann gibt es keinen Platz mehr für nagende Zweifel.

Das Gleiche gilt auch für unsere ewige Heilssicherheit. Wenn unsere immerwährende Sicherheit irgendwie auf unserer Fähigkeit zum Ausharren gründen würde, dann wären wir vielleicht heute gerettet und morgen wieder verloren. Aber solange unsere Sicherheit von der Fähigkeit unseres Heilandes abhängt, uns zu bewahren, solange können wir wissen, dass wir für ewig sicher sind.

Wer unter der Gnade lebt, ist keine hilflose Schachfigur der Sünde. Die Sünde herrscht über die unter dem Gesetz, weil das Gesetz ihnen zwar sagt, was sie tun müssten, ihnen aber nicht die Kraft gibt, es auch zu verwirklichen.
Die Gnade schenkt einem Menschen dagegen eine vollkommene Stellung vor Gott, lehrt ihn, würdig seiner Berufung zu wandeln, befähigt ihn dazu durch den innewohnenden Heiligen Geist und belohnt ihn auch noch, wenn er es tut.

Unter Gnade wird unser Dienst ein freudiges Vorrecht, kein gesetzlicher Zwang. Der Gläubige wird von Liebe, nicht von Angst motiviert. Die Erinnerung an das, was der Herr erlitten hat, um uns Errettung zu bringen, motiviert den geretteten Sünder, sein Leben mit völliger Hingabe im Dienst zu verwenden.
Die Gnade bereichert unser Leben auch, indem sie uns zu Dank, Lob, Preis und Anbetung führt. Das Wissen, wer der Herr Jesus ist, welche Sünder wir von Natur und in der Praxis sind und was alles Er für uns getan hat, lässt unsere Herzen in liebender Anbetung Ihm gegenüber überfließen.

Es gibt nichts, womit man die Gnade Gottes vergleichen könnte. Sie ist das Kronjuwel all Seiner Eigenschaften. Gründe dich tief in der souveränen Gnade Gottes, und sie wird dein ganzes Leben umwandeln.

Quelle: Buch Licht für den Weg – 20.April, © by CLV-Verlag

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